Dein Tagesresümee

“Sieh jeden einzelnen Tag so an, als wäre er ein einzelnes Leben.”

Briefe an Lucilius
Lucius Annaeus Seneca

Hier kannst Du täglich Deinen Tag Revue passieren lassen und Deinen nächsten Tag mit der Zielsetzung planen. Wie bereits erwähnt ist es am besten die Routine abends durchzuführen. Anfangs wird die Routine etwas Zeit in Anspruch nehmen. Das können Mal 15 Minuten, oder aber auch 20 Minuten sein. Doch bist Du erst einmal geübt, so dürfte es zehn Minuten beanspruchen. Allgemein musst Du nicht alles ausfüllen, wenn Du dies nicht möchtest. Doch wenn Du es für richtig hältst, und das tun wir, kannst Du das. Denn wie bereits erwähnt steht dahinter ein System, das am besten funktioniert, wenn Du alles ausfüllst. Es reicht, wenn Du ein, zwei oder drei Punkte jeweils notierst. Für viel mehr würde der Plat nicht genügen, es würde jedoch auch nicht weise sein auf Druck noch unbedingt einen fünften oder sechsten Erfolg bspw. zu notieren. Konzentriere Dich auf das wirklich Wichtige!

Das habe ich heute erreicht:

Hier werden Deine heutigen Erfolge notiert. Was hast Du heute ganz besonders gut gemacht? Schaue Dir dazu auch Deine Zielsetzung vom Vortag an, um zu prüfen, ob Du diese erreicht hast.

Deine Gewohnheiten:

Wenn Du dabei bist Gewohnheiten in Dein Leben zu integrieren, dann kannst Du hier täglich kontrollieren, ob Du sie heute verfolgen konntest. Hier sind drei Felder für jeweils eine Gewohnheit gegeben. Achte darauf, dass Du, besonders am Anfang der Persönlichkeitsentwicklung, nicht zu viele Gewohnheiten gleichzeitig installieren willst. Anfangs sollte es nicht mehr als eine sein, sie wird Dich genug herausfordern. Später, wenn Du mehr Erfahrung über Dich selbst hast, kannst Du zu mehreren übergehen. Diese sollten jedoch nicht zu groß sein. Es ist z.B. ein Unterschied, ob Du jeden Tag 30 min liest, oder aber Dir vornimmst direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser zu trinken. Es wird deutlich, dass es ein Balanceakt ist sich herauszufordern und dies korrekt zu dosieren. Darin liegt die Kunst des Wachstums.

Was mich der Tag gelehrt hat:

Hier hältst Du Deine Erkenntnisse und Lehren des Tages fest. Was hat Dir der heutige Tag über das Leben gelehrt?

Morgen werde ich optimieren:

In diesem Feld schaut man sich seine Handlungen von heute an, die nicht so gut gelaufen sind und die man morgen besser machen möchte. Erinnere  Dich stets an Dein Session-Ziel. Deine Mini-Ziele richten sich im Idealfall auf dieses übergeordnete Ziel aus. So kommt man seinem Session-Ziel Stück für Stück näher und mit der Zeit auch seinen Lebenszielen.

Weil …:

Zu jedem der zuvor genannten Ziele wird hier jetzt Dein „Warum?“ genau verschriftlicht. Dies hat zur Folge, dass Deine Beweggründe für Deine Ziele aus den Tiefen Deines Unterbewusstseins herausgeholt werden und Dir nun ganz bewusst werden. Nur wer ein Motiv hat, ist motiviert. Dein „Warum?“ ist Dein Motiv!

Konkrete Handlungsschritte:

Dies ist ein enorm wichtiger Part. Du hast nun Dein Ziel und Dein „Warum?“ festgelegt. Nun geht es in die Praxis. Notiere Dir ganz präzise, wie Du Dein Ziel erreichen willst. Präzise bedeutet nicht, dass es in drei Sätzen ausgeführt werden muss, sondern, dass Du es auf den Punkt bringst, was Dich ins Handeln bringt und wie Du handelst. Dies gelingt auch in fünf Worten! Die Wichtigkeit dieses Feldes erschließt sich, wenn wir uns bewusst machen, dass 99 % der Menschen, die sich ein Ziel setzen, nicht ins Handeln kommen. Der erste Grund dafür ist, dass sie kein „Warum?“ haben. Dies haben wir im Schritt zuvor erledigt.  Der zweite Grund ist, dass sie entweder am nächsten Tag vergessen zu handeln, oder aber gar nicht wissen was genau sie tun müssen, um ans Ziel zu kommen. Daher verläuft die Zielsetzung meist im Sande.

Du hast nun in wenigen Schritten einen kognitiven Prozess durchlaufen, in dem Du Deine Ziele nicht nur vom Tag aufarbeitest, sondern auch neue Ziele setzt. Und so schließt sich der Kreislauf. Dieser Prozess läuft nun täglich ab und muss immer auf Dein Session-Ziel ausgerichtet sein. Stück für Stück kommst Du Deinem Lebenstraum näher und das Life Journal hat seine Mission erfüllt.

Notizen:

In diesem Feld kannst Du Deiner Kreativität freien Lauf lassen! Zeichne etwas, notiere etwas oder denk Dir etwas Eigenes aus, womit Du das Feld füllen kannst. Es kann auch als Feld für Tagebucheinträge fungieren. Das Coole an Tagebüchern ist, dass Du dort in ein, zwei, zehn oder zwanzig Jahren noch einmal hereinschauen kannst und genau siehst, was Du an diesem Tag erlebt hast. Ein Tagebuch kann Erinnerungen wecken, sodass Du am Ende Deines Lebens zurückschauen kannst und genau siehst wie Du Dein Leben gelebt hast! Mit allen Höhen und Tiefen. Und als wäre das nicht genug, kannst Du mit dem Life Journal dann nicht nur Deine Erlebnisse nachverfolgen, sondern auch Deine persönliche Entwicklung von vor langer Zeit. Eine langfristige Analyse Deiner selbst lässt Dich so Dinge erkennen, die Du sonst nicht in Dir selber entdeckt hättest. Nutze diese Chance!

Dankbar für:

Dankbarkeit ist ein wichtiger Schritt zum Glück. Hier fokussieren wir uns nicht mehr auf eine Optimierung oder Reflexion, sondern einzig und allein auf Dein Glück. Dankbarkeit ist ein Gefühl, dass keine Negativität zulässt und die Dinge um uns herum im Leben wert schätzt. Beachte dabei, dass man für alles dankbar sein kann! Selbst wenn es die banalsten Dinge sind wie atmen zu können, genügen Essen und trinken zu haben. Doch kannst Du hier in diesem Feld Dich natürlich erneut reflektiert auf Deinen heutigen Tag beziehen. Wichtig ist: Du sollst nicht in einen Optimierungswahn verfallen! Wachstum und Veränderung sind gut und können dem Leben großes Glück bescheren. Doch wer auf seiner Reise nie stehen bleibt und einmal die Aussicht betrachtet, wird niemals mit sich zufrieden sein und damit glücklich. Du bist bereits jetzt genug! Alles um zufrieden zu sein ist bereits da, Du musst es nur wahrnehmen. Dies ist einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Punkt im Tagesresümee. Dankbarkeit rundet den Tag ab und lässt Dich gut einschlafen.

Glaubenssatz:

Unsere Glaubenssätze fungieren wie ein Kompass auf unserem Lebensweg. Sie befinden sich stets in Deinem Unterbewusstsein und lenken Dich daher immer, in jeder Situation. Leider sind diese „Kompassnadeln“ allzu oft in die falsche Richtung ausgerichtet, also nicht zu unseren Zielen,  weil sie über Jahre bspw. von Deinem Umfeld in Dein Gedächtnis implementiert wurden. Allein dadurch, dass sie immer wieder wiederholt wurden. Wenn Du also den Glaubenssatz hast: „Ich bin nicht selbstbewusst“, wirst Du, wenn Du das Ziel hast bspw. Redner zu werden womöglich nie erfolgreich werden. Denn wer hört schon gerne einem nervösen Sprecher zu? Wir alle kennen das aus der Schule … Also „installierst“ Du einen neuen Glaubenssatz wie z.B.: „Ich kenne mich selbst. Ich bin mir meiner selbst bewusst. Ich bin selbstbewusst.“ Der neue Glaubenssatz lässt sich am einfachsten in Dein Leben integrieren, wenn Du ihn täglich im Life Journal für etwa 30 Tage oder aber z.B. über die Dauer Deiner Session, wiederholst. Wichtig ist ihn dabei zu visualisieren, positive Emotionen zu wecken und Dich so zufühlen, als wäre es Deine Realität! Nach und nach wird Dein negativer Glaubenssatz durch Deinen positiven ersetzt. Bist Du nun im Alltag achtsam, wirst Du Referenzerlebnisse sammeln, die Dir Deinen neuen Glaubenssatz immer wieder bestätigen. Du bist Deinem Ziel näher gekommen.

Wie bereits erwähnt wollen wir einen kleinen Exkurs in die Welt der Emotionen machen: Allgemein gibt es zwei enorm wichtige Punkte beim Schreiben des Journals zu beachten. Das ist erstens die Visualisierung und zweitens die Emotionalisierung. Es ist enorm effektiv während des Schreibens oder direkt danach die notierten Punkte Dir genau bildlich vorzustellen und Deine stärksten Emotionen zu wecken. Möchtest Du ein Verhalten ablegen, so verstärkst Du negative Emotionen. Möchtest Du ein Verhalten aneignen, so verstärkst Du positive Emotionen. So nutzt Du den evolutionären Mechanismus Deines Körpers Schmerz zu vermeiden und Freude zu empfinden zu Deinem Vorteil aus.

 

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